Es ist so weit: Am 21. April geht mit „Schnell ermittelt“ das bereitsheiß ersehne neue ORF-Krimiformat an den Start.
Die erste Staffel mit zehn Folgen ist dann immer dienstags um 20.15 Uhr in ORF 1 zu sehen. Als titelgebende Protagonistin ist Ursula Strauss, vielfach preisgekrönte Hauptdarstellerin des Oscar-nominierten und ORF-kofinanzierten Götz-Spielmann-Dramas „Revanche“, zu sehen: Sie ist Angelika Schnell, TV-Kommissarin mit dem gewissen Etwas.
Schnell, Leiterin der Mordkommission, ist der lebende Beweis dafür, dass Chaos nur eine ander Form der Ordnung ist. Stefan Schnell (Andreas Lust, spielte übrigens auch in „Revanche“ Strauss`Ehemann und ab Ende April für die Glavinic-Verfilmung „Der Kameramörder“ vor der Kamera) ist Gerichtsmediziner vom Dienst und Angelikas Exmann. Die gemeinsamen Zwillinge Jan und Kathrin (Simon Morze, Fiona Hauser) sind vor allem kulinarischen Kummer gewöhnt. Und dem Saustall im Dienstwagen kann man eigentlich nur noch durch Verschrottung beikommen. Trotzdem ist Angelika Schnell eine brillant Ermittlerin – auch wenn ihre Methoden manchmal recht unkonventionell sind- Neben harten Fakten lässt sie auch ihre ausgeprägte innere Stimme gelten, was oft zu nicht nachvollziehbaren, aber ganz entscheidenden Rückschlüssen führt. Das Geheimnis ihres beruflichen Erfolgs behält sie allerdings lieber für sich.
Angelika Schnell arbeite im Team mit dem erfahrenen Bezirksinspektor Harald Franitschek (Wolf Bachofner), der die Assistentenrolle eher widerwillig ausfüllt, fühlt er sich doch selbst zum Chef berufen, und mit Maja Landauer (Katharina Strasser), einem eifrigen, aber durchaus auch widerspenstigen Polizeineuling.
Erste große Fernsehhauptrolle und Traumrolle zugleich
„Kommissarin Angelika Schnell ist eine sehr vielschichtige Frau“, beschreibt die gebürtige Melkerin Ursula Strauss ihre Rolle. „Sie hat sehr viel Charakter, ist schrullig, denkt viel und schnell. Sie hat eine wunderbare Gabe, Menschen zu beobachten“. Die 34-jährige Bühnen- und Filmschauspielerin machte in den vergangenen Jahren vor allem durch ihre Kinopräsenz – vor „Revanche“ z. B. in Barbara Alberts „Fallen“ – auf sich aufmerksam. Der Part der Angelika Schnell ist ihre erste große TV-Hauptrolle.
„Das ist schon eine Traumrolle“, sagt Ursula Strauss und erklärt: „Weil Traumrolle für mich bedeutet, sich aus ganzem Herzen damit identifizieren zu können – und das tue ich hier.“ „Schnell ermittelt“ hat die aparte Dunkelhaarige auch, wie ihre Figur tickt: „Seitdem ich das allererste Mal von ihr gehört und die sehr guten Drehbücher gelesen habe, lebt sie mit mir mit“. Was die Parallelen zwischen Figur und Schauspielerin betrifft: „Gemeinsamkeiten findet man in jeder Figur. Ich interessiere mich zum Beispiel auch für Menschen und bin gerne unter ihnen – und ich liebe Kinder“, sagt die gelernte Kindergärtnerin, die in der Serie Mutter von zwölfjährigen Zwillingen ist.
Für die Erarbeitung ihrer „Traumrolle“ standen neben der intensiven Auseinandersetzung mit den Drehbüchern u. a. auch ein Schuss- und Taktiktraining bei der Wiener Sondereinheit Cobra, ein Besuch in der Pathologie und viele Stunden Krimi-Schauen auf dem Programm. „Ich bin ein großer Krimifan und habe mir viele Serien angesehen. Nicht um irgendetwas abzuschauen, sondern will ich wissen wollte, wie welche Formate funktionieren und wie man die Spannung hält“, so die ORF-Neoermittlerin.
Zehn rätselhafte Verbrechen – unkonventionell gelöst
Die zehn Fälle der ersten „Schnell ermittelt“ – Staffel konfrontieren Angelika Schnell und ihr Team mit unterschiedlichen Milieus und Welten: So untersuchen Schnell und Co., u. a. den mysteriösen Tod eines Starkochs und den „doppelten“ Mord an einer Reiseleiterin ebenso wie Verbrechen in der Welt der Internetpornografie oder der Schönheitschirurgie. „Schnell ermittelt“ erzählt flott scheinbar banale Geschichten, die sich bei fortschreitenden Ermittlungen als immer komplexer entpuppen. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.
Doch kein Verbrechen ist so gut getarnt, dass es Angelika Schnells kriminalistischem Blick standhält. Denn sie hat die Gabe, hinter die Dinge zu sehen, Details aufzunehmen und weiterzuspinnen, Stimmungen einzufangen und nach zufühlen. Mit Hellseherei haben Angelikas „Assoziationen“ allerdings nichts zu tun: Vielmehr sind es Tagträume, ausgelöst durch ein Detail am Rande. Oder durch den Sex-Appeal eines Verdächtigen. Oder durch den Charme des Nachbarn.
Auf diese Art und Weise nähert sich Angelika Schnell den Opfern und ihren Geschichten auf sehr unkonventionelle Art und Weise, manchmal frech, manchmal auch respektlos, aber immer so, dass sie auch noch den schwierigsten Fall knackt, die unwahrscheinlichste Wendung durchschaut.
Und dabei auch (fast) nie ihren Humor verliert.
Dreharbeiten zur zweiten Staffel bereits auf Hochtouren
Die Idee zum Serienkonzept stammt von Eva Spreitzhofer, die für den ORF u. a. den vierteiligen Mysterythriller „Zodiak“ schrieb. Die Drehbücher verfassten – neben Eva Spreitzhofer – Verena Kurth und Rainer Hackstock. Regie führte Michi Riebl, der für den ORF zuletzt Episoden der Erfolgsserie „Der Winzerkönig“ in Szene gesetzt hat. Zurzeit arbeiten Riebl und Co. wieder am „Schnell ermittelt“- Set, denn seit Anfang März wird bereits an der zweiten Serienstaffel mit acht weiteren Episoden gedreht.
„Schnell ermittelt“ ist eine Produktion des ORF, hergestellt von MR-Film.
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